Marcel siem

erfolge als profi

5 Turniersiege 

400+ gespielte Profiturniere 

ehem. #49 der welt

sieger

Bmw masters 2014

LAKE MALAREN GOLF CLUB, SHANGHAI, CHINA
ERGEBNIS 272 (-16)

Der Platz des Lake Malaren Golf CLubs präsentierte sich dem elitären Feld des BMW Masters an den ersten drei Turniertagen als Birdie-Spielwiese. Alexander Levy schraubte den Zwischenstand auf unglaubliche 22 Schläge unter Par. Dies änderte sich zum Finale komplett. Die Spieler hatten es am Sonntag mit deutlich schwierigeren Bedingungen zu tun. Der Wind frischte deutlich auf und verhinderte ähnlich tiefe Runde wie an den Vortagen. Altmeister Miguel Angél Jiménez unterschrieb beispielsweise eine 88.

Levy patzt
"Ich kann nur auf Fehler von Alexander hoffen, dazu ist der Abstand zu groß", erklärte Siem vor dem Finale. Und die Patzer kamen. Levy kassierte bei windigen einige Schlagverluste, während Siem konstant blieb. Nach dem 13. Loch lagen beide gleichauf. Der Deutsche traf das Fairway des Par 5, verzog seinen zweiten Schlag dann allerdings auf den Kartweg. Doch nach einem straffreien Drop, legte er die Annäherung auf das Grün und notierte das Par. Anders Levy, der seinen Ball im Wasser versenkte und schließlich einen doppelten Schlagverlust kassierte.

Auf der 14 kassierten beide Führenden Schlagverluste und so lagen acht Spieler maximal drei Schläge von der Spitze entfernt - eine durchaus überraschende Entwicklung. Auf der 17 ging Siem dann erstmals allein in Führung. Der Deutsche rettete das Par mit einem exzellenten kurzen Pitch, während Levy erneut nur das Bogey schaffte und sein Tagesergebnis auf stolze fünf Schläge über Par schraubte. Doch Levy gelang auf dem folgenden Par 3 das Par. Siem verzog hingegen seinen Abschlag weit nach links und verpasste das Up-and-Down.

Sieg-Putt deutlich verfehlt
Schlaggleich bei 17 unter Par ging es auf die 18. Ein Par 4, dessen Grün zuvor Bernd Wiesberger nach einem guten Driver vom Tee und einem Holz 3 hinterher gerade so erreicht hatte. Siem und Levy lagen bei 17 unter Par, Ross Fisher war nach einer 67 zuvor bei 16 unter im Clubhaus angekommen.

Siem verzog seinen Abschlag ins Rough und legte den folgenden Versuch etwa 30 Meter vor dem Grün auf dem Fairway ab. Levy hatte vom Fairway aus Glück, dass sein zweiter Schlag vom Fairway nicht im Wasser auf der linken Seite des Grüns endete. Der Franzose brachte seinen Pitch aus dem Rough innerhalb des Wasserhindernis nur ins Vorgrün, Siem fehlten nur knapp zwei Meter zum siegbringenden Par und zum vierten Sieg auf der European Tour. Doch der Putt lief deutlich rechts am Loch vorbei.

Chip-In zum Titel
Ein Stechen musste die Entscheidung bringen: Siem traf auf Fisher und Levy. Es ging zurück auf den 18. Abschlag. Das Trio traf das Fairway, Levy und Fisher erarbeiteten sich Birdie-Chancen aus gut fünf Metern, Siem blieb bei der Annährung kurz vor dem Grün im Rough hängen. Doch der Chip passte perfekt und landete spektakulär im Loch. Es sollte das einzige Birdie im Stechen bleiben. Marcel Siem hatte das BMW Masters mit einem Feuerwerk zum Abschluss gewonnen.

"Kein Weg führt an mir vorbei"
"Der Platz war ein Monster heute mit den Wind und den Fahnenpositionen", analysierte er nach der Runde. "Es war nicht der beste Putt meines Lebens auf dem 72. Loch, aber ich habe den Kopf nicht hängen gelassen. Ich konnte beide Playoffs in meiner Karriere bisher gewinnen und habe zu meinem Caddie gesagt, dass kein Weg an mir vorbei führt."

"Die Lage vor dem Chip im Stechen war gut, obwohl ein wenig Gras vor dem Ball lag. Der Sieg bedeutet mir sehr viel nach den zwei Operationen in diesem Jahr. Vor der Woche hätte ich nicht mit einer Top-Zehn-Platzierung gerechnet, jetzt stehe ich hier als Sieger. Einfach unglaublich."

Sieger

Tropheé Hassan II 2013

GOLF DU PALAIS ROYAL, AGADIR, MAROCCO
ERGEBNIS 271 (-17)


Marcel Siem wollte am Sonntag vor dem Finale alles so angehen, wie schon am Vortag in der dritten Runde. Er wollte Routine aufbauen, wenig verändern. Gute zwei Stunden vor seiner Startzeit auf der Anlage des Golf du Palais ankommen, gemütlich frühstücken, ein wenig Musik hören und dann natürlich noch ein paar Schläge auf der Driving Range machen. Einzig und allein mehr Schlaf hatte sich der Deutsche für die Nacht von Samstag auf Sonntag gewünscht. Dieser hatte in den aufregenden Tagen von Agadir ein wenig gelitten.
Doch egal, ob viel Schlaf oder nicht: Siem setzte sich am finalen Sonntag mit einer 70 am Ende sicher gegen seine Verfolger durch und triumphierte vor den Augen des Kronprinzen von Marokko. Der dritte Titel auf der Tour bringt dem Deutschen ein Preisgeld von 250.000 Euro und hatte ihm noch einmal die Chance auf die Top 50 der Welt eröffnet - samt Eintrittskarte in den Augusta National Golf Club und zum Masters Tournament in zwei Wochen.
Die Hoffnung auf das Masters war groß: "Auch wenn ich der Open und den Europäern damit ein wenig in den Hintern trete: Das Masters ist das Beste", hatte Siem im vergangenen Dezember im Golf.de-Interview gesagt. "Ich bin seit 2000 Profi und habe in Augusta noch nie gespielt. Das macht mich verrückt."
Schon in den USA wollte er bei den beiden WGC das nötige Preisgeld sammeln, doch die erhofften guten Ergebnisse blieben aus. In Marokko bot sich mit einem Sieg die vorletzte Möglichkeit, den Traum von Amen Corner und Magnolia Lane aufrecht zu erhalten. Siem hat sich diese Chance nach eigener Kraft bewahrt. Nach dem Ende von Henrik Stensons Finalrunde bei der Houston Open war sie dann vorbei. Der Schwede übernahm Rang 50 im OWGR und schnappte sich Siems Eintrittskarte zum heiligen Rasen.

Wackliger Start
Wie schon am Samstag ging es auch im Finale zunächst nicht gut los. Auf der zweiten Bahn traf er einen Chip zu fett und rettete auf dem Par 3 gerade so ein Bogey. Die Probleme gingen weiter. Ein Loch später blieb die Annäherung mit dem Eisen 9 auf dem Par 4 zu kurz. Ein präziser Schlag aus dem Bunker rettete aber das Par.
Auf der fünften Bahn, dem ersten Par 5 der Runde, wählte Siem schließlich die riskante Variante und griff das kleine, von Wasser verteidigte Grün, an. Mit Erfolg - der Ball landete im Vorgrün und zwei Putts führten schließlich zur ersten Unterspielung. Ein weiteres Birdie folgte dann auf dem Par 4 der 7 als Siem sein Eisen aus dem Rough fast tot an den Stock brachte. Mit eins unter Par ging der Deutsche dann schließlich auf die hinteren Neun, der Vorsprung auf die Verfolger war zu diesem Zeitpunkt aber bereits geschmolzen.
Illonen schließt auf
Mikko Ilonen war gemeinsam mit Pablo Larrazábal und David Horsey mit vier Schlägen Rückstand auf Siem in das Finale gegangen. Er spielte in der vorletzten Gruppe mit dem Spanier Larrazábal. Vier Birdies auf der ersten Halbrunde ließen den Finnen aber zwischenzeitlich in die geteilte Spitze aufrücken. Auf der 10 ebbte der Lauf des großen Finnen dann aber ab. Sein Angriff auf das Grün des Par 5 landete im Wasser und das erste Bogey des Tages wanderte auf seine Karte. Ein Doppelbogey auf dem kurzen Par der 12 beendete die Titelavancen des Finnen.
Siem hingegen lochte auf der 11 aus knapp fünf Metern zum Birdie und schon wuchs der Vorsprung wieder an. Zwischenzeitlich sogar auf fünf Schläge. Als Siem dann das Grün der 15. Spielbahn (Par 5) mit zwei Schlägen erreichte, mit einem sicheren Birdie verließ und seinen Vorsprung auf fünf Schläge ausbaute, war eine Vorentscheidung gefallen. Siem spulte schließlich sicher sein Programm ab, welches ihn sicher zum Titel führte.
Den zweiten Platz teilen sich David Horsey, der gemeinsam mit Siem die finalen 18 Löcher bestritt, und Mikko Ilonen. Beide unterschrieben 69 Schläge und beenden das Turnier drei Zähler hinter dem glücklichen Gewinner.
"Ich bin natürlich 'super happy', hier gewonnen zu haben", freute sich ein durchnässter Marcel Siem - er wurde von Lampert, Kieffer und Co. mit Wasser geduscht - gleich nach der Runde. "Ich möchte mich bei Bernhard Langer bedanken. Mit ihm habe ich gestern Abend noch telefoniert und er hat mir ein paar Tipps gegeben, wie ich am besten mit diesem Vorsprung umgehe. Er hat mir geraten, das Leaderboard auf den vorderen Neun nicht zu beachten und auch meine Taktik beizubehalten."
In der kommenden Woche wird sich Siem auf den Weg in die USA machen. Die Organisatoren der Texas Open haben ihn mit einer Einladung bedacht, die Siem gerne annimmt. "Das war eine schöne Überraschung." Und erneut um den Einzug ins Masters kämpfen. Das letzte Ticket nach Augusta winkt dem Sieger in Texas.

Sieger

Alstom open de france 2012

LE GOLF NATIONAL, PARIS, FRANKREICH 
ERGEBNIS 276 (-8)

Nach etlichen Anläufen in einer herausragenden Saison holt Marcel Siem seinen zweiten Tour-Titel. Acht Jahre ist es her, dass der Ratinger die Dunhill Championship 2004 in Südafrika vor zwei Franzosen gewinnen konnte.


Siem spielte Runden von 68, 68 und 73 Zähler, ging ins Finale der Open de Fance mit zwei Schlägen Rückstand - und gewann das Traditionsturnier mit fünf Birdies trotz eines Bogeys am letzten Loch. Wie schon damals, bei seinem letzten Sieg, verwies er Raphael Jacquelin auf die Ränge - diesmal auf Platz drei hinter Francesco Molinari, der mit einer 64er Runde 20 Positionen gut gemacht hatte.
Für seine riesen Leistung erhielt Siem auch eine große Belohnung: Neben dem Siegerscheck über 525.000 Euro qualifiziert sich die neue Nummer elf im Race to Dubai auch direkt für die Open Championship und rückt zudem einem Platz im Ryder-Cup-Team deutlich näher.
Ich bin so unglaublich glücklich", so der strahlende Sieger, der an Loch 17 sogar noch die Fahne getroffen hatte. Bereits wenige Momente nach dem letzten Putt erinnert sich Siem an die lange Durststrecke von acht Jahren ohne Sieg. Und eben an die letzten Turniere in dieser Saison, wo es so oft so denkbar knapp gewesen war. "Dieser Sieg bedeutet mir so viel. Bei so vielen Turnieren hatte ich in diesem Jahr schon fast eine Hand an der Trophäe und es dann doch noch vermasselt. Ich war jetzt echt so oft so nahe dran - endlich hat es nach acht Jahren wieder geklappt."
Dass der Druck in den letzten Monaten gestiegen sei und immer mehr Fans zu zweifeln begannen, ob er es denn jemals schaffen würde, das habe ihn schon beschäftigt. "Das war jetzt total wichtig, weil sich in letzter Zeit eben schon viele gefragt haben, ob ich es überhaupt noch zu einem Titel bringen würde. Aber ich selbst haben immer an mich geglaubt und mein Umfeld auch - das war jetzt sehr wichtig."

Und nervös sei er auch gewesen. Vor allem, als er aus dem Hindernis an der 14 den Up-and-down gemacht habe: "Die letzte Zielgerade ist immer am schwersten", so Siem zu der Schwierigkeit, mit der Führungsposition klar zu kommen und den Sack zuzumachen. "Ich war heute sehr nervös. In Köln habe ich ja auch schon am Finaltag sinnlos einen Ball ins Wasser versenkt als ich in Führung lag. Heute habe ich aber echt gute Golfschläge gemacht. Ich habe ihn an der 15 nahe an die Fahne geschlagen, der an der 16 war auch gut, auch wenn er nicht fiel. Und an der 17 traf ich sogar die Fahnenstange. Ich blieb heute ruhig, das war schön. Ein unglaublicher Tag."

Sieger

World Cup 2006

SANDY LANE GOLF CLUB, BARBADOS, USA


Youngster Marcel Siem hat Deutschlands Golf-Altmeister Bernhard Langer noch einmal zu einem großen internationalen Triumph verholfen. Durch den Zauberschlag des 26-jährigen Ratingers am ersten Extra-Loch setzte sich das deutsche Duo beim 52. Weltcup in St. James auf der Antilleninsel Barbados gegen die Schotten Colin Montgomerie und Marc Warren durch.


Als Lohn der viertägigen Arbeit durften sich Langer und Siem, die nach einer 66er Schlussrunde wie die Schotten 278 Schläge auf dem Konto hatten, die Siegprämie von 1,4 Millionen Dollar teilen. Dritter mit 279 Schlägen wurde Schweden mit Ryder-Cup-Spieler Henrik Stenson und Carl Pettersson.
"Das ist wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest", sagte Bernhard Langer, der das Turnier zum zweiten Mal nach 1990 (mit dem Hamburger Torsten Giedeon) gewann und damit binnen acht Tagen 900. 000 Dollar kassierte. Am Sonntag zuvor hatte er mit seinem Filius Stefan zum zweiten Mal in Folge den Vater-Sohn-Wettbewerb in Orlando gewonnen. Der 16-jährige Stefan Langer trug beim Weltcup als Caddie die Tasche für seinen Vater.
Auch Marcel Siem könnte als Langers Sohn durchgehen. 23 Jahre trennen die beiden, doch auf dem Platz stand der Jüngere dem Älteren in nichts nach. "Am Donnerstag war er noch sehr nervös, aber dann hat er gespielt, als wäre er schon 20 Jahre dabei. Er hat tolle Drives geschlagen, lang und gerade. Seine Eisen waren fantastisch, und geputtet hat er von überall", sagte der 49-jährige Langer über seinen Spielpartner, der von der Ereignissen überwältigt war.
"Es ist unglaublich, hier mit Bernhard und Colin zu stehen. Das ist das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe in der Woche mit Bernhard sportlich und menschlich so viel gelernt", sagte Marcel Siem, der nach seinem ersten Turniersieg auf der Europa-Tour im Januar 2004 in Südafrika (ebenfalls im Stechen) oftmals den Beweis seiner Fähigkeiten schuldig geblieben war, nun aber wieder in den Fokus der Golf-Welt rückte.
Die Dramaturgie der Entscheidung führte zwei Spieler zusammen, die gemeinsam zahlreiche Triumphe gefeiert haben. Bernhard Langer und Colin Montgomerie sind im Ryder Cup als Paar ungeschlagen geblieben und gewannen gemeinsam 2002 das Europa-Tour-Finale in Valderrama. Das war zugleich der bis dato letzte Tour-Sieg für den zweimaligen US-Masterssieger aus Schwaben, der 64 internationale Turniererfolge in seiner Vita hat.
Am 27. August 2007 wird Bernhard Langer 50 Jahre alt und bestreitet dann auch Turniere auf der US-Senior-Tour. Zudem spielt er im kommenden Jahr Einladungsturniere in den USA. Die US-Tour-Karte hatte er als 138. der Geldrangliste mit einem Verdienst von gut 561.000 Dollar verpasst. Dabei hätte der Siegerscheck von St. James alleine schon für Rang 123 und damit die Spielberechtigung gereicht.

Sieger

dunhill championship 2004

GOLFCLUB HOUGHTON, JOHANNESBURG, SÜDAFRIKA
ERGEBNIS 266 (-22)

Der erste große Erfolg in einer besonderen Karriere

Der Sieg 2004 im legendären Golfclub Houghton in Johannesburg war der erste Sieg für Marcel auf der European Tour. Nach 72 Löchern lag er schlaggleich mit seinen französischen Freunden Raphael Jaquelin und Gregory Havret. Das anschließende Stechen konnte er für sich entscheiden und glücklich die Siegertrophäe in Empfang nehmen. Der Sieg garantierte ihm die European Tourkarte für das folgende Jahr 2005.

sieger

Bmw masters 2014

LAKE MALAREN GOLF CLUB, SHANGHAI, CHINA
ERGEBNIS 272 (-16)

Der Platz des Lake Malaren Golf CLubs präsentierte sich dem elitären Feld des BMW Masters an den ersten drei Turniertagen als Birdie-Spielwiese. Alexander Levy schraubte den Zwischenstand auf unglaubliche 22 Schläge unter Par. Dies änderte sich zum Finale komplett. Die Spieler hatten es am Sonntag mit deutlich schwierigeren Bedingungen zu tun. Der Wind frischte deutlich auf und verhinderte ähnlich tiefe Runde wie an den Vortagen. Altmeister Miguel Angél Jiménez unterschrieb beispielsweise eine 88.
Levy patzt
"Ich kann nur auf Fehler von Alexander hoffen, dazu ist der Abstand zu groß", erklärte Siem vor dem Finale. Und die Patzer kamen. Levy kassierte bei windigen einige Schlagverluste, während Siem konstant blieb. Nach dem 13. Loch lagen beide gleichauf. Der Deutsche traf das Fairway des Par 5, verzog seinen zweiten Schlag dann allerdings auf den Kartweg. Doch nach einem straffreien Drop, legte er die Annäherung auf das Grün und notierte das Par. Anders Levy, der seinen Ball im Wasser versenkte und schließlich einen doppelten Schlagverlust kassierte.

Auf der 14 kassierten beide Führenden Schlagverluste und so lagen acht Spieler maximal drei Schläge von der Spitze entfernt - eine durchaus überraschende Entwicklung. Auf der 17 ging Siem dann erstmals allein in Führung. Der Deutsche rettete das Par mit einem exzellenten kurzen Pitch, während Levy erneut nur das Bogey schaffte und sein Tagesergebnis auf stolze fünf Schläge über Par schraubte. Doch Levy gelang auf dem folgenden Par 3 das Par. Siem verzog hingegen seinen Abschlag weit nach links und verpasste das Up-and-Down.

Sieg-Putt deutlich verfehlt
Schlaggleich bei 17 unter Par ging es auf die 18. Ein Par 4, dessen Grün zuvor Bernd Wiesberger nach einem guten Driver vom Tee und einem Holz 3 hinterher gerade so erreicht hatte. Siem und Levy lagen bei 17 unter Par, Ross Fisher war nach einer 67 zuvor bei 16 unter im Clubhaus angekommen.

Siem verzog seinen Abschlag ins Rough und legte den folgenden Versuch etwa 30 Meter vor dem Grün auf dem Fairway ab. Levy hatte vom Fairway aus Glück, dass sein zweiter Schlag vom Fairway nicht im Wasser auf der linken Seite des Grüns endete. Der Franzose brachte seinen Pitch aus dem Rough innerhalb des Wasserhindernis nur ins Vorgrün, Siem fehlten nur knapp zwei Meter zum siegbringenden Par und zum vierten Sieg auf der European Tour. Doch der Putt lief deutlich rechts am Loch vorbei.

Chip-In zum Titel
Ein Stechen musste die Entscheidung bringen: Siem traf auf Fisher und Levy. Es ging zurück auf den 18. Abschlag. Das Trio traf das Fairway, Levy und Fisher erarbeiteten sich Birdie-Chancen aus gut fünf Metern, Siem blieb bei der Annährung kurz vor dem Grün im Rough hängen. Doch der Chip passte perfekt und landete spektakulär im Loch. Es sollte das einzige Birdie im Stechen bleiben. Marcel Siem hatte das BMW Masters mit einem Feuerwerk zum Abschluss gewonnen.

"Kein Weg führt an mir vorbei"
"Der Platz war ein Monster heute mit den Wind und den Fahnenpositionen", analysierte er nach der Runde. "Es war nicht der beste Putt meines Lebens auf dem 72. Loch, aber ich habe den Kopf nicht hängen gelassen. Ich konnte beide Playoffs in meiner Karriere bisher gewinnen und habe zu meinem Caddie gesagt, dass kein Weg an mir vorbei führt."

"Die Lage vor dem Chip im Stechen war gut, obwohl ein wenig Gras vor dem Ball lag. Der Sieg bedeutet mir sehr viel nach den zwei Operationen in diesem Jahr. Vor der Woche hätte ich nicht mit einer Top-Zehn-Platzierung gerechnet, jetzt stehe ich hier als Sieger. Einfach unglaublich."

Sieger

Tropheé Hassan II 2013

GOLF DU PALAIS ROYAL, AGADIR, MAROCCO
ERGEBNIS 271 (-17)


Marcel Siem wollte am Sonntag vor dem Finale alles so angehen, wie schon am Vortag in der dritten Runde. Er wollte Routine aufbauen, wenig verändern. Gute zwei Stunden vor seiner Startzeit auf der Anlage des Golf du Palais ankommen, gemütlich frühstücken, ein wenig Musik hören und dann natürlich noch ein paar Schläge auf der Driving Range machen. Einzig und allein mehr Schlaf hatte sich der Deutsche für die Nacht von Samstag auf Sonntag gewünscht. Dieser hatte in den aufregenden Tagen von Agadir ein wenig gelitten.
Doch egal, ob viel Schlaf oder nicht: Siem setzte sich am finalen Sonntag mit einer 70 am Ende sicher gegen seine Verfolger durch und triumphierte vor den Augen des Kronprinzen von Marokko. Der dritte Titel auf der Tour bringt dem Deutschen ein Preisgeld von 250.000 Euro und hatte ihm noch einmal die Chance auf die Top 50 der Welt eröffnet - samt Eintrittskarte in den Augusta National Golf Club und zum Masters Tournament in zwei Wochen.
Die Hoffnung auf das Masters war groß: "Auch wenn ich der Open und den Europäern damit ein wenig in den Hintern trete: Das Masters ist das Beste", hatte Siem im vergangenen Dezember im Golf.de-Interview gesagt. "Ich bin seit 2000 Profi und habe in Augusta noch nie gespielt. Das macht mich verrückt."
Schon in den USA wollte er bei den beiden WGC das nötige Preisgeld sammeln, doch die erhofften guten Ergebnisse blieben aus. In Marokko bot sich mit einem Sieg die vorletzte Möglichkeit, den Traum von Amen Corner und Magnolia Lane aufrecht zu erhalten. Siem hat sich diese Chance nach eigener Kraft bewahrt. Nach dem Ende von Henrik Stensons Finalrunde bei der Houston Open war sie dann vorbei. Der Schwede übernahm Rang 50 im OWGR und schnappte sich Siems Eintrittskarte zum heiligen Rasen.

Wackliger Start
Wie schon am Samstag ging es auch im Finale zunächst nicht gut los. Auf der zweiten Bahn traf er einen Chip zu fett und rettete auf dem Par 3 gerade so ein Bogey. Die Probleme gingen weiter. Ein Loch später blieb die Annäherung mit dem Eisen 9 auf dem Par 4 zu kurz. Ein präziser Schlag aus dem Bunker rettete aber das Par.
Auf der fünften Bahn, dem ersten Par 5 der Runde, wählte Siem schließlich die riskante Variante und griff das kleine, von Wasser verteidigte Grün, an. Mit Erfolg - der Ball landete im Vorgrün und zwei Putts führten schließlich zur ersten Unterspielung. Ein weiteres Birdie folgte dann auf dem Par 4 der 7 als Siem sein Eisen aus dem Rough fast tot an den Stock brachte. Mit eins unter Par ging der Deutsche dann schließlich auf die hinteren Neun, der Vorsprung auf die Verfolger war zu diesem Zeitpunkt aber bereits geschmolzen.
Illonen schließt auf
Mikko Ilonen war gemeinsam mit Pablo Larrazábal und David Horsey mit vier Schlägen Rückstand auf Siem in das Finale gegangen. Er spielte in der vorletzten Gruppe mit dem Spanier Larrazábal. Vier Birdies auf der ersten Halbrunde ließen den Finnen aber zwischenzeitlich in die geteilte Spitze aufrücken. Auf der 10 ebbte der Lauf des großen Finnen dann aber ab. Sein Angriff auf das Grün des Par 5 landete im Wasser und das erste Bogey des Tages wanderte auf seine Karte. Ein Doppelbogey auf dem kurzen Par der 12 beendete die Titelavancen des Finnen.
Siem hingegen lochte auf der 11 aus knapp fünf Metern zum Birdie und schon wuchs der Vorsprung wieder an. Zwischenzeitlich sogar auf fünf Schläge. Als Siem dann das Grün der 15. Spielbahn (Par 5) mit zwei Schlägen erreichte, mit einem sicheren Birdie verließ und seinen Vorsprung auf fünf Schläge ausbaute, war eine Vorentscheidung gefallen. Siem spulte schließlich sicher sein Programm ab, welches ihn sicher zum Titel führte.
Den zweiten Platz teilen sich David Horsey, der gemeinsam mit Siem die finalen 18 Löcher bestritt, und Mikko Ilonen. Beide unterschrieben 69 Schläge und beenden das Turnier drei Zähler hinter dem glücklichen Gewinner.
"Ich bin natürlich 'super happy', hier gewonnen zu haben", freute sich ein durchnässter Marcel Siem - er wurde von Lampert, Kieffer und Co. mit Wasser geduscht - gleich nach der Runde. "Ich möchte mich bei Bernhard Langer bedanken. Mit ihm habe ich gestern Abend noch telefoniert und er hat mir ein paar Tipps gegeben, wie ich am besten mit diesem Vorsprung umgehe. Er hat mir geraten, das Leaderboard auf den vorderen Neun nicht zu beachten und auch meine Taktik beizubehalten."
In der kommenden Woche wird sich Siem auf den Weg in die USA machen. Die Organisatoren der Texas Open haben ihn mit einer Einladung bedacht, die Siem gerne annimmt. "Das war eine schöne Überraschung." Und erneut um den Einzug ins Masters kämpfen. Das letzte Ticket nach Augusta winkt dem Sieger in Texas.

Sieger

Alstom open de france 2012

LE GOLF NATIONAL, PARIS, FRANKREICH 
ERGEBNIS 276 (-8)

Nach etlichen Anläufen in einer herausragenden Saison holt Marcel Siem seinen zweiten Tour-Titel. Acht Jahre ist es her, dass der Ratinger die Dunhill Championship 2004 in Südafrika vor zwei Franzosen gewinnen konnte.


Siem spielte Runden von 68, 68 und 73 Zähler, ging ins Finale der Open de Fance mit zwei Schlägen Rückstand - und gewann das Traditionsturnier mit fünf Birdies trotz eines Bogeys am letzten Loch. Wie schon damals, bei seinem letzten Sieg, verwies er Raphael Jacquelin auf die Ränge - diesmal auf Platz drei hinter Francesco Molinari, der mit einer 64er Runde 20 Positionen gut gemacht hatte.
Für seine riesen Leistung erhielt Siem auch eine große Belohnung: Neben dem Siegerscheck über 525.000 Euro qualifiziert sich die neue Nummer elf im Race to Dubai auch direkt für die Open Championship und rückt zudem einem Platz im Ryder-Cup-Team deutlich näher.
Ich bin so unglaublich glücklich", so der strahlende Sieger, der an Loch 17 sogar noch die Fahne getroffen hatte. Bereits wenige Momente nach dem letzten Putt erinnert sich Siem an die lange Durststrecke von acht Jahren ohne Sieg. Und eben an die letzten Turniere in dieser Saison, wo es so oft so denkbar knapp gewesen war. "Dieser Sieg bedeutet mir so viel. Bei so vielen Turnieren hatte ich in diesem Jahr schon fast eine Hand an der Trophäe und es dann doch noch vermasselt. Ich war jetzt echt so oft so nahe dran - endlich hat es nach acht Jahren wieder geklappt."
Dass der Druck in den letzten Monaten gestiegen sei und immer mehr Fans zu zweifeln begannen, ob er es denn jemals schaffen würde, das habe ihn schon beschäftigt. "Das war jetzt total wichtig, weil sich in letzter Zeit eben schon viele gefragt haben, ob ich es überhaupt noch zu einem Titel bringen würde. Aber ich selbst haben immer an mich geglaubt und mein Umfeld auch - das war jetzt sehr wichtig."
Und nervös sei er auch gewesen. Vor allem, als er aus dem Hindernis an der 14 den Up-and-down gemacht habe: "Die letzte Zielgerade ist immer am schwersten", so Siem zu der Schwierigkeit, mit der Führungsposition klar zu kommen und den Sack zuzumachen. "Ich war heute sehr nervös. In Köln habe ich ja auch schon am Finaltag sinnlos einen Ball ins Wasser versenkt als ich in Führung lag. Heute habe ich aber echt gute Golfschläge gemacht. Ich habe ihn an der 15 nahe an die Fahne geschlagen, der an der 16 war auch gut, auch wenn er nicht fiel. Und an der 17 traf ich sogar die Fahnenstange. Ich blieb heute ruhig, das war schön. Ein unglaublicher Tag."

Sieger

World Cup 2012

SANDY LANE GOLF CLUB, BARBADOS, USA


Youngster Marcel Siem hat Deutschlands Golf-Altmeister Bernhard Langer noch einmal zu einem großen internationalen Triumph verholfen. Durch den Zauberschlag des 26-jährigen Ratingers am ersten Extra-Loch setzte sich das deutsche Duo beim 52. Weltcup in St. James auf der Antilleninsel Barbados gegen die Schotten Colin Montgomerie und Marc Warren durch.


Als Lohn der viertägigen Arbeit durften sich Langer und Siem, die nach einer 66er Schlussrunde wie die Schotten 278 Schläge auf dem Konto hatten, die Siegprämie von 1,4 Millionen Dollar teilen. Dritter mit 279 Schlägen wurde Schweden mit Ryder-Cup-Spieler Henrik Stenson und Carl Pettersson.
"Das ist wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest", sagte Bernhard Langer, der das Turnier zum zweiten Mal nach 1990 (mit dem Hamburger Torsten Giedeon) gewann und damit binnen acht Tagen 900. 000 Dollar kassierte. Am Sonntag zuvor hatte er mit seinem Filius Stefan zum zweiten Mal in Folge den Vater-Sohn-Wettbewerb in Orlando gewonnen. Der 16-jährige Stefan Langer trug beim Weltcup als Caddie die Tasche für seinen Vater.
Auch Marcel Siem könnte als Langers Sohn durchgehen. 23 Jahre trennen die beiden, doch auf dem Platz stand der Jüngere dem Älteren in nichts nach. "Am Donnerstag war er noch sehr nervös, aber dann hat er gespielt, als wäre er schon 20 Jahre dabei. Er hat tolle Drives geschlagen, lang und gerade. Seine Eisen waren fantastisch, und geputtet hat er von überall", sagte der 49-jährige Langer über seinen Spielpartner, der von der Ereignissen überwältigt war.
"Es ist unglaublich, hier mit Bernhard und Colin zu stehen. Das ist das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe in der Woche mit Bernhard sportlich und menschlich so viel gelernt", sagte Marcel Siem, der nach seinem ersten Turniersieg auf der Europa-Tour im Januar 2004 in Südafrika (ebenfalls im Stechen) oftmals den Beweis seiner Fähigkeiten schuldig geblieben war, nun aber wieder in den Fokus der Golf-Welt rückte.
Die Dramaturgie der Entscheidung führte zwei Spieler zusammen, die gemeinsam zahlreiche Triumphe gefeiert haben. Bernhard Langer und Colin Montgomerie sind im Ryder Cup als Paar ungeschlagen geblieben und gewannen gemeinsam 2002 das Europa-Tour-Finale in Valderrama. Das war zugleich der bis dato letzte Tour-Sieg für den zweimaligen US-Masterssieger aus Schwaben, der 64 internationale Turniererfolge in seiner Vita hat.
Am 27. August 2007 wird Bernhard Langer 50 Jahre alt und bestreitet dann auch Turniere auf der US-Senior-Tour. Zudem spielt er im kommenden Jahr Einladungsturniere in den USA. Die US-Tour-Karte hatte er als 138. der Geldrangliste mit einem Verdienst von gut 561.000 Dollar verpasst. Dabei hätte der Siegerscheck von St. James alleine schon für Rang 123 und damit die Spielberechtigung gereicht.

Sieger

dunhill championship 2004

GOLFCLUB HOUGHTON, JOHANNESBURG, SÜDAFRIKA
ERGEBNIS 266 (-22)

Nach etlichen Anläufen in einer herausragenden Saison holt Marcel Siem seinen zweiten Tour-Titel. Acht Jahre ist es her, dass der Ratinger die Dunhill Championship 2004 in Südafrika vor zwei Franzosen gewinnen konnte.


Siem spielte Runden von 68, 68 und 73 Zähler, ging ins Finale der Open de Fance mit zwei Schlägen Rückstand - und gewann das Traditionsturnier mit fünf Birdies trotz eines Bogeys am letzten Loch. Wie schon damals, bei seinem letzten Sieg, verwies er Raphael Jacquelin auf die Ränge - diesmal auf Platz drei hinter Francesco Molinari, der mit einer 64er Runde 20 Positionen gut gemacht hatte.
Für seine riesen Leistung erhielt Siem auch eine große Belohnung: Neben dem Siegerscheck über 525.000 Euro qualifiziert sich die neue Nummer elf im Race to Dubai auch direkt für die Open Championship und rückt zudem einem Platz im Ryder-Cup-Team deutlich näher.
Ich bin so unglaublich glücklich", so der strahlende Sieger, der an Loch 17 sogar noch die Fahne getroffen hatte. Bereits wenige Momente nach dem letzten Putt erinnert sich Siem an die lange Durststrecke von acht Jahren ohne Sieg. Und eben an die letzten Turniere in dieser Saison, wo es so oft so denkbar knapp gewesen war. "Dieser Sieg bedeutet mir so viel. Bei so vielen Turnieren hatte ich in diesem Jahr schon fast eine Hand an der Trophäe und es dann doch noch vermasselt. Ich war jetzt echt so oft so nahe dran - endlich hat es nach acht Jahren wieder geklappt."
Dass der Druck in den letzten Monaten gestiegen sei und immer mehr Fans zu zweifeln begannen, ob er es denn jemals schaffen würde, das habe ihn schon beschäftigt. "Das war jetzt total wichtig, weil sich in letzter Zeit eben schon viele gefragt haben, ob ich es überhaupt noch zu einem Titel bringen würde. Aber ich selbst haben immer an mich geglaubt und mein Umfeld auch - das war jetzt sehr wichtig."
Und nervös sei er auch gewesen. Vor allem, als er aus dem Hindernis an der 14 den Up-and-down gemacht habe: "Die letzte Zielgerade ist immer am schwersten", so Siem zu der Schwierigkeit, mit der Führungsposition klar zu kommen und den Sack zuzumachen. "Ich war heute sehr nervös. In Köln habe ich ja auch schon am Finaltag sinnlos einen Ball ins Wasser versenkt als ich in Führung lag. Heute habe ich aber echt gute Golfschläge gemacht. Ich habe ihn an der 15 nahe an die Fahne geschlagen, der an der 16 war auch gut, auch wenn er nicht fiel. Und an der 17 traf ich sogar die Fahnenstange. Ich blieb heute ruhig, das war schön. Ein unglaublicher Tag."